In Spanien regnet es im August genau ein mal. Das Glück, diesen Tag hautnah mitzuerleben hatten wir am letzten Abend des Weltjugendtages (WJT) 2011 in Madrid.
Wir, das sind Martin Golm sowie Franz und Thomas Wohlmann aus Eisleben, fuhren gemeinsam mit 140 anderen katholischen Jugendlichen des Bistums Magdeburg für zwei Wochen mit dem Bus nach Spanien. Nach einem Tag des gegenseitigen Ken
nenlernens in Gap in den französischen Alpen verbrachten wir eine Woche im Süden Spaniens. Die Gastfamilien, in denen wir teilweise mehr als sieben Gastgeschwister hatten, nahmen uns mit großer Herzlichkeit und Freundlichkeit auf. Die Woche in Murcia verging viel zu schnell. Sommerhäuser mit großen Pools, einen Tag am Meer und warme Abende in der Innenstadt versüßten uns den Aufenthalt. Zusammen mit insgesamt 1,5 Millionen Jugendlichen ging es dann weiter zum Höhepunkt unserer Pilgerreise nach Madrid. Unser Quartier, eine Schulturnhalle, teilten wir uns mit 600 weiteren Pilgern. Die Vormittage verbrachten wir mit anderen deutschsprachigen Jugendlichen in der Katechese. Hier hielten verschiedene Bischöfe Vorträge zum Thema des WJTs „Firmes en la fe“, was auf Deutsch „Fest im Glauben verwurzelt“ bedeutet. Einer der Höhepunkte war der Kreuzweg mit dem Papst am Freitag. Dieser war vor allem durch die musikalische Gestaltung sehr bewegend. Den heißesten Tag erlebten wir auf dem Militärflughafen „Cuatro Vientos“. Hier fand der Abschlussgottesdienst statt. Bei 48°C ohne Schatten und Wasserknappheit warteten wir auf die Abendandacht. Während dieser überraschte uns ein heftiges Gewitter, dass sogar das WJT Kreuz stürzte. Aber auch das konnte uns nicht davon abhalten die Nacht auf dem Feld zu verbringen. Nach der Papstmesse am Sonntag ging es wieder gen Heimat.
Es war großartig, trotz aller organisatorischer Probleme, mit tausenden jungen Christen diese Gemeinschaft im Glauben über Länder- und Sprachgrenzen hinweg zu erleben.
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