Katholische Pfarrei Sankt Gertrud Eisleben

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Auferstehung, nur ein Märchen?

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Was mag sich der Evangelist Lukas nur gedacht haben, welches Märchen will er uns da auftischen? Diese Geschichte vom leeren Grab führt doch eher zum Unglauben als zum Glauben.
Die Frauen, die am Ostermorgen das Grab Jesu aufsuchen um ihm mit der Salbung den letzten Liebesdienst zu erweisen, müssen sich den Vorwurf anhören: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Und, als hätten sie nicht richtig aufgepasst, werden sie an Jesu Worte erinnert, die er in Galiläa gesagt hatte.

 


Die Apostel halten das, was ihnen die Frauen berichten, auch nur für leeres Geschwätz. Geht es uns nicht manchmal auch so? Haben nicht auch wir den einen oder anderen Zweifel mit diesen Jesusgeschichten? Sind wir nicht angesichts der Osterbotschaft vom leeren Grab manchmal verunsichert oder allenfalls zum Staunen bereit, weniger zum Glauben? Ob das mal wirklich alles so war?

 

Beim Oster g l a u b e n hat man es nun einmal nicht mit beweisbaren Tatsachen zu tun.
Wirklicher Oster g l a u b e kann nur aus der Begegnung mit dem Auferstandenen erwachsen. Wenn er in unser Leben eintritt, wenn er spürbar unseren Weg begleitet, wenn wir ihn erfahren dürfen.

Die Emmaus-Jünger haben diese Erfahrung gemacht und sind zum Glauben an die Auferstehung gekommen.

Diese Erfahrung von Jesu Lebensbegleitung wünsche ich auch einem jeden von uns – nicht nur in diesen österlichen Tagen.


Ihr Diakon Norbert Malina

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. August 2010 um 18:01 Uhr