Katholische Pfarrei Sankt Gertrud Eisleben

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Geschichte der Christen im Mansfelder Land

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Geschichte der Christen im Mansfelder Land

In das Gebiet des heutigen Mansfelder Landes kam die Botschaft des Evangeliums wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts und zwar durch die thüringischen Könige.

Die ersten Gemeinden unterstanden dem Kloster Hersfeld.

Aus dem Verzeichnis des Klosters geht hervor, dass die Kirchen vom Wormsleben und Osterhausen mit zu den ältesten zählen.

Der Bonifatiusschüler Wigbert, auch als Apostel des Südharzes bezeichnet, hat Anteil an der Christianisierung unseres Landes.


Den zahlreichen Klöstern, die seit dem 9. Jahrhundert hier entstanden, ist die Ausbreitung des Christentums die wohl größte Bedeutung zuzuschreiben. In den Ortschaften wie Gerbstedt, Walbeck, Mansfeld, Wimmelburg, Klosterrode und Sittichenbach gründeten die verschiedenen Ordensgemeinschaften ihre Niederlassungen. Zu den bekanntesten Orden gehörten die Bendiktiner, die Zisterzienser, die Augustiener und die Prämonstratenser.

Das wohl bedeutenste Kloster dieser Gegend war das 1258 errichtete Zisterzienserinnenkloster St. Marien zu Helfta. Gertrud von Hakeborn war die erste Äbtissin. Ihre leibliche Schwester, Mechthild von Hakeborn leitete die weit über die Grenzen bekannte Klosterschule. Eine hervoragende theologische Ausbildung und das Studium der „Sieben Künste“ (Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmentik, Geometrie, Astronomie und Musik) wurde an dieser Klosterschule vermittelt. Auch die heilige Gertrud die Große, die wohl größte deutsche Mystikerin erwarb hier ihre „weltliche“ Bildung. Ihr geistiges Leben war geprägt von einer tiefen Christusverbundenheit; sie gilt als die Begründerin der Herz-Jesu-Verehrung. In Büchern schrieb sie ihre mystischen Erlebnisse nieder. Zu den bekanntesten Schriften zählt sicher ihr Werk „Gesandter der göttlichen Liebe“. Sie starb im November 1302. Mit Stolz trägt auch die neue Pfarrei ihren Namen.

Was das Kloster Helfta so bedeutend gemacht hat, ist die Besonderheit, dass drei große Mystikerinnen zur selber Zeit hier lebten und wirkten. Mechthild von Hakeborn und Mechthild vom Magdeburg, die ihrer Christus-Visionen sowohl als Begine in Magdeburg als auch später als Ordenfrau im Kloster Helfta in den Büchern „Das fließende Licht der Gottheit“ niederschrieb.

Seit der Christianisierung gehörte die Stadt Eisleben zum Bistum Halberstadt. Neben Burgkapellen gab es in Eisleben im Mittelalter mindestens sechs Kirchen, von denen St. Nikolai und St. Andreas zu die ältesten zählen.

Obwohl der Reformator Dr. Martin Luther in Eisleben geboren wurde und gestorben ist,  war sein persönlicher Einfluß auf die reformatorische Entwicklung der Stadt gering.

Dr. Caspar Güttel, zunächst Prior der Augustiner-Eremiten von St. Annen, wurde dann evangelischer Prediger in St. Andreas, hat den Hauptanteil an der Umsetzung der Reformation in Eisleben. Im Jahre 1531 wurde Eisleben endgültig evangelisch. Bis 1542 gab es noch katholische Gottesdienste. Mit dem Tod des letzten katholischen Grafen Hoier endete auch diese.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 03. April 2010 um 13:25 Uhr