Katholische Pfarrei Sankt Gertrud Eisleben

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Ökumenischer Kreuzweg in der Lutherstadt Eisleben

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"Jesus stirbt in unserer Stadt"

Kreuzweg Station MarktplatzUnter diesem Motto fand der ökumenische Kreuzweg am 10.04.2011 statt. Der Weg wurde dieses mal ganz bewusst mitten durch die Stadt und damit noch deutlicher als sonst sichtbar in die Öffentlichkeit gelegt.
Bei schönstem Wetter versammelten sich ca. 80 Gläubige beider Konfessionen zunächst in der Gertrudkirche. Von dort ging es zum Nettoparkplatz, Markt, Andreaskirche, Sangerhäuser Straße, Katharinenstift über die Stadtterassen zur Annenkirche, die Stationen des Kreuzweges. An jeder Station wurde an Jesu Leiden und Tod gedacht, aber auch an das Leid, das Menschen heute ertragen.

Der Kreuzweg macht uns Christen bewusst, dass wir diesen Menschen im Gebet aber auch durch konkretes Handeln zur Seite stehen sollen. Die Fastenzeit lädt dazu ein, sich auf wesentliches zu besinnen und durch Verzicht sich und anderen zu helfen. Wir Christen wissen uns nicht allein. Wir glauben, dass Jesus Christus als Gott und Mensch, der er mit aller Konsequenz war, an unserer Seite steht.


Der ökumenische Kreuzweg ist zur schönen Tradition in unserer Stadt geworden.

An diesem sonnigen Tag konnten auch viele Mitbürger lebendige Kirche erleben.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. Mai 2011 um 21:30 Uhr
 

Zur Geschichte des ökumenischen Arbeitskreises

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Erste ökumenische Schritte in der Begegnung der Christen beider Konfessionen liegen schon 40 Jahre zurück. So gab es Ende der 60-er, Anfang der 70-er Jahre nicht nur gemeinsame Jugendveranstaltungen und -projekte, sondern auch Themenabende der studentischen Jugend, die auch von  angehenden Abiturienten der Klassen 11 und 12 ebenfalls besucht wurden.
Mitte der 70-er Jahre begannen katholische und evangelische Geistliche, unter Einbeziehung der Laien, Überlegungen anzustellen, wie man sich zwischen den beiden Konfessionen besser kennen lernen und gemeinsame Aktivitäten planen kann. Dies fiel in die Amtszeit der Pfarrer Franz Hübner und Helmut Hartmann.

Eine neue Qualität erreichte man mit der Gründung eines Arbeitskreis Ökumene in der Region um Sittichenbach. Hier wirkten der katholische Pfarrer Dieter Tautz und sein evangelischer Amtsbruder Dr. Hartmut Scheurich, der nach 1990 auch in der Lutherstadt Eisleben als Pfarrer von St. Annen und als Superintendent tätig war. Sein Vorgänger, Rudolph Krause, hatte seit 1982 gemeinsam mit Pfarrer Tautz die ökumenische Arbeit intensiviert. In der ersten Zeit nahmen theologische Themen, z.B. zum lithurgischen Verständnis, breiten Raum ein. Allmählich entwickelten sich Formen gemeinsamer Gottesdienste. Ein Höhepunkt der geschwisterlichen Zusammenarbeit war ohne Zweifel die Gestaltung des Jubiläumsjahres zum 500. Geburtstag Martin Luthers, der mit dem evangelischen Kirchentag im Juni 1983 in Eisleben und dem Sternmarsch der Gläubigen aus allen christlichen Kirchen am 10. November 1983 auf dem hiesigen Marktplatz sein Finale fand.

Neuen Schwung brachte die deutsche Wiedervereinigung. Nun konnten die christlichen Kirchen auch im sozialen Bereich deutlich sichtbare Verantwortung übernehmen. Beispiele hiefür sind  die Caritas-Sozialstation und das Pflegeheim- und Alltenheim der Diakonie in den 1990er Jahren.
Es folgten die Übernahme von ehemals kommunalen Kindereinrichtungen in Helfta und Polleben.

Ökumenisches Denken und Handeln setzt hier bereits im Kindergarten an und endet in der Altenpflege. Die evangelischen und katholischen Christen gestalteten aktiv zahlreiche Projekte, wie ökumenische Jugend- und Familienkreuzwege und nicht zu vergessen den ökumenischen Kirchentag im Lutherjahr 1996.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Juli 2010 um 17:13 Uhr