Erste ökumenische Schritte in der Begegnung der Christen beider Konfessionen liegen schon 40 Jahre zurück. So gab es Ende der 60-er, Anfang der 70-er Jahre nicht nur gemeinsame Jugendveranstaltungen und -projekte, sondern auch Themenabende der studentischen Jugend, die auch von angehenden Abiturienten der Klassen 11 und 12 ebenfalls besucht wurden. 
Mitte der 70-er Jahre begannen katholische und evangelische Geistliche, unter Einbeziehung der Laien, Überlegungen anzustellen, wie man sich zwischen den beiden Konfessionen besser kennen lernen und gemeinsame Aktivitäten planen kann. Dies fiel in die Amtszeit der Pfarrer Franz Hübner und Helmut Hartmann.
Eine neue Qualität erreichte man mit der Gründung eines Arbeitskreis Ökumene in der Region um Sittichenbach. Hier wirkten der katholische Pfarrer Dieter Tautz und sein evangelischer Amtsbruder Dr. Hartmut Scheurich, der nach 1990 auch in der Lutherstadt Eisleben als Pfarrer von St. Annen und als Superintendent tätig war. Sein Vorgänger, Rudolph Krause, hatte seit 1982 gemeinsam mit Pfarrer Tautz die ökumenische Arbeit intensiviert. In der ersten Zeit nahmen theologische Themen, z.B. zum lithurgischen Verständnis, breiten Raum ein. Allmählich entwickelten sich Formen gemeinsamer Gottesdienste. Ein Höhepunkt der geschwisterlichen Zusammenarbeit war ohne Zweifel die Gestaltung des Jubiläumsjahres zum 500. Geburtstag Martin Luthers, der mit dem evangelischen Kirchentag im Juni 1983 in Eisleben und dem Sternmarsch der Gläubigen aus allen christlichen Kirchen am 10. November 1983 auf dem hiesigen Marktplatz sein Finale fand.
Neuen Schwung brachte die deutsche Wiedervereinigung. Nun konnten die christlichen Kirchen auch im sozialen Bereich deutlich sichtbare Verantwortung übernehmen. Beispiele hiefür sind die Caritas-Sozialstation und das Pflegeheim- und Alltenheim der Diakonie in den 1990er Jahren.
Es folgten die Übernahme von ehemals kommunalen Kindereinrichtungen in Helfta und Polleben.
Ökumenisches Denken und Handeln setzt hier bereits im Kindergarten an und endet in der Altenpflege. Die evangelischen und katholischen Christen gestalteten aktiv zahlreiche Projekte, wie ökumenische Jugend- und Familienkreuzwege und nicht zu vergessen den ökumenischen Kirchentag im Lutherjahr 1996.
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