Glücksmomente
„Einmal richtig aufgepasst – zack - schon bist du glücklich!“
Mit diesem Spruch wirbt ein Eisleber Elektrohaus. Mag sein, dass ein gutes Haushaltsgerät Glück und Freude bereitet. Doch was ist eigentlich Glück? Was zählt alles dazu? Da gibt es eine Geschichte von einem jungen Mann, der nach jahrelanger Arbeit mit einem großen Klumpen Gold entlohnt wurde. Wir kennen ihn alle, den „Hans im Glück“. Diesen Goldklumpen tauscht er gegen ein Pferd, das Pferd tauscht er gegen eine Kuh, die Kuh gegen ein Schwein, dann folgt eine Gans, und diese gibt er für einen Schleifstein her. Zuletzt fällt ihm der schwere Stein in einen Brunnen. Endlich ist er glücklich. Er muss den schweren Stein nicht mehr tragen. Frei von aller Last ging er nun zufrieden nach Hause.
Sind unsere Glücksmomente immer abhängig von materiellen Dingen? Ein gewisser Wohlstand ist beruhigend und angenehm. Aber das wird schnell zur Selbstverständlichkeit, zur Normalität. Es gibt, Gott sei Dank, noch andere Dinge und Gelegenheiten, die uns froh und glücklich machen. Eine echte Partnerschaft; der liebevolle Umgang in der Familie, die gegenseitige Unterstützung durch Freunde in schwierigen Situationen.
In der Bibel zählt Jesus den Menschen Beispiele auf, wer sich glücklich, selig schätzen darf. Da ist von denen die Rede, die barmherzig sind, die Frieden stiften, die keine Gewalt anwenden, die nach Gerechtigkeit hungern, die ein reines Herz haben, denn ihnen gehört das Himmelreich. Ein Vertrösten auf den Himmel? Keineswegs!
Jesus redet auch davon, dass Gottes Reich hier auf Erden unter uns Menschen schon beginnt, dass wir damit anfangen dürfen. Es wäre doch schön (und derzeit ganz wichtig), wenn keine Gewalt, wenn Frieden, wenn Gerechtigkeit in dieser Welt zu spüren wäre.
Ihr
Norbert Lakomy
